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Trainer präsentiert seine aktuell stärkste Elf

Posted by on 10. August 2012

FSV Mainz 05 – Im Testheimspiel am Samstag (17 Uhr) gegen den FC Sevilla läßt Thomas Tuchel den Vorhang fallen
Von unserem Redakteur Reinhard Rehberg

Mainz. Zwei Testspiele stehen noch an für den Fußball-Bundesligisten vor dem Pflichtspielstart 2012/13 am Sonntag in einer Woche im DFB-Pokal. Am morgigen Samstag (17 Uhr) kommt der FC Sevilla in die Coface-Arena. Und all die Spieler, die in dieser Partie gegen den spanischen Erstligisten nur kurz oder gar nicht zum Einsatz kommen, werden am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) eine Startelfchance bekommen beim kurzfristig vereinbarten Testspiel als Gast des Zweitligaaufsteigers SV Sandhausen.

Im Training (MRZ 10.8.2012)

Gegen den FC Sevilla wird Thomas Tuchel, das stellte der Mainzer Chefcoach gestern klar, seine aktuell stärkste Elf auf den Rasen schicken. In der Trainerdiktion heißt das: „Es werden die beginnen, die sich das Stand jetzt verdient haben.“ Das seien sicher mehr als nur zehn Feldspieler. Aber diese Entscheidungen hat der Vordenker nun mal jede Woche zu treffen. Wie diese Sevilla-Mannschaft aussieht, das behielt Tuchel für sich. Doch einige Positionen klärten sich im Gespräch.

Besserung bei Heinz Müller

Im Kasten steht Christian Wetklo. Das ist keine Überraschung. Denn Konkurrent Heinz Müller ist nach seiner Adduktorenverletzung nach wie vor nicht ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Ein Besuch beim Bayern-Doktor Heinz-Wilhelm Müller-Wohlfarth hat ergeben: Muskulär ist jetzt alles in Ordnung, aber noch bereitet ein gereizter Nerv Probleme. Tuchel sprach gestern von einer „klaren Besserung, immerhin“.

Zdeněk Pospěch hat seine leichte Zerrung aus dem Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf auskuriert, der Rechtsverteidiger wird am Samstag auflaufen. In der Innenverteidigung spricht alles für Nikolče Noveski und Niko Bungert. Links verteidigt gegen den FC Sevilla der Allrounder Marco Caligiuri. Radoslav Zabavník ist nach seiner Oberschenkelzerrung noch nicht so weit. Júnior Díaz ist physisch noch nicht auf dem Stand der Kollegen. Wegen leichter muskulärer Probleme mußte der Sommerzugang nach dem Trainingslager Individualtraining absolvieren; gestern stieg der Mann aus Costa Rica wieder ins Kadertraining ein.

Die Ursache sei leicht nachvollziehbar: Eine ungeklärte Vertragssituation führte bei Diaz zu einer Urlaubsverlängerung, dazu hatte der Linksverteidiger vor dem Einstieg in Mainz eine Muskelverletzung verschleppt. Das werde noch einige Zeit dauern, bis der von Wisła Krakau gekommene Defensivspieler die volle Fitneß erreicht habe. Auf einen 20-Minuten-Einsatz von Júnior hofft der 05-Coach aber schon in der Sevilla-Partie.
Über die Mittelfeldpositionen wurde gestern nicht gesprochen. Daß Jan Kirchhoff als Sechser aktuell weit vorne ist, das zeichnete sich im Trainingslager schon ab. Eugen Polanski fehlen nach seinem verlängerten Urlaub nach der EM noch einige Einheiten zur Topverfassung. Julian Baumgartlinger strotzt vor Kraft. Elkin Soto ist in gesundem Zustand über alle Zweifel erhaben.

Und dann äußerte sich Tuchel noch zur Besetzung im Angriff. Ádám Szalai sei der Sturmführer, „den wir hier schon in der Rückrunde die ganze Kiste haben ziehen lassen“. Der Ungar müsse, gegen seinen Willen, sicher auch im Verlauf der Vorrunde noch pfleglich behandelt werden, vielleicht sogar noch „ein paar Mal von der Bank kommen und im Training geschont werden“.

Choupo-Moting neben Szalai?

Wenn Tuchel die Variante mit zwei Spitzen bevorzugt, dann ist der favorisierte Nebenspieler von Szalai der ebenso spielstarke wie torgefährliche Maxim Choupo-Moting. Nikolai Müller wird wohl seinen Platz auf einer der Halbpositionen im Mittelfeld finden oder, je nach System, in der offensiven Dreierreihe. Andreas Ivanschitz ist ein Kandidat als zweite (hängende) Spitze. Auf Sicht auch Marcel Risse, der aber noch Nachholbedarf hat nach seiner monatelangen Verletzungspause.

Anthony Ujah wird vom Trainer aktuell noch als „Herausforderer“ eingestuft. „Spielleistung zählt mehr als Trainingspotential“, sagt Tuchel. Eine so gute Vorbereitung wie diesmal habe der Nigerianer noch nie hingelegt. „In dieser Verfassung haben wir ihn hier noch nie erlebt, das ist sehr positiv.“ Aber diese „sehr guten Trainingsleistungen“ müsse der 21-Jährige jetzt in Spielen untermauern. Als Einwechselspieler am Samstag gegen den FC Sevilla – und noch mehr als Startstürmer am Dienstagabend in Sandhausen. Sollte Tuchel den Eindruck bekommen, daß der junge Anthony Ujah in seinem Entwicklungsprozeß nicht zumindest in der Lage ist, als Back-up von Szalai zu fungieren, dann ist es nicht ausgeschlossen, daß bis zum Ende der Sommertransferperiode am 31. August nicht vielleicht doch noch ein neuer Stürmer an den Bruchweg kommt. Aussagen gibt es dazu keine, nennen wir es eine MRZ-Prognose.

Wie weit ist Chinedu Ede?

Wie weit Chinedu Ede schon ist in der sportliche 05-Hierarchie, auch das wird der Sevilla-Test zeigen. Als Zehner zeigte der Zugang von Union Berlin bislang gute Ansätze.

„Das 4-2-3-1 können wir. Und das trainieren wir auch. Das ist nicht beerdigt, ganz im Gegenteil.“
Thomas Tuchel auf die Frage, ob das 4-4-2 mit Mittelfeldraute künftig favorisiert sei.