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Mainz 05 schenkt der Nahe-Auswahl 13 Tore ein

Posted by on 6. Juli 2012

Fußball – Das war ein netter Feierabendkick nach einem anstrengenden Trainingstag für die Bundesliga-Fußballer des FSV Mainz 05. 13:0 (9:0) gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel beim TSV Langenlonsheim/Laubenheim, der sich mit Führungsspielern aus der Region zu einer Nahe-Auswahl verstärkt hatte. Die Gastgeber hatten Glück, daß sie nicht schon zur Pause in zweistelliger Höhe zurücklagen.

Spaß machte die Partie den einheimischen Spielern trotz der hohen Niederlage. “Überwältigend”, schwärmte Sebastian Grünewald. “Das motiviert mich für die ganze Vorbereitung.” Für den Abwehrspieler des FSV Bretzenheim war es der erste Einsatz in einem Freundschaftsspiel gegen eine Profimannschaft. Grünewald kam in der zweiten Hälfte in die Partie und war mit daran beteiligt, daß die Torflut nach dem Wechsel etwas eingedämmt wurde.

Anthony Ujah und Radoslav Zabavník (MRZ 6.7.2012)

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen bildeten 1265 Zuschauer eine prächtige Kulisse für dieses Testspiel. Die Mainzer scheuten den Kontakt zu ihren Fans keineswegs. Als Malik Fathi als erster aus der Kabine kam, wartete schon der erste kleine Autogrammjäger auf ihn. “Wenn ich jetzt anfange, hört das gar nicht mehr auf”, befürchtete Fathi, setzte seine Unterschrift aber dann doch bereitwillig auf den hingehaltenen Ball. Mit seiner Einschätzung behielt er recht. Gleich stürzten sich weitere Kinder und Erwachsene auf ihn. Auch Tuchel mußte erst Autogramme geben, ehe er zum Spielfeld durchdrang.

Während des Spiel blieb es im Publikum aber relativ ruhig. Das lag vor allem daran, daß die Partie so einseitig verlief. Applaus brandete vor der Pause nur zweimal auf – als die Mannschaften einliefen und als Thorsten Bochinsky im Tor der Auswahl einen Foulelfmeter von Andreas Ivanschitz parierte (26.). Die Nahe-Kicker, die zum größten Teil noch gar nicht mit ihrer Saisonvorbereitung angefangen haben, waren hoffnungslos unterlegen. Waldemar Stoll, Alexander Stumm, Dimitri Mayer und Sascha Richter, die nominell die Viererkette der Gastgeber darstellten, wurden ihrer taktischen Aufgabe nicht gerecht, sondern agierten eher wie vier auf sich gestellte Liberos. Einzig der Hüffelsheimer Mayer gewann ab und an einen Zweikampf. Von ihm ging auch der einzige nennenswerte Angriff der Einheimischen vor der Pause aus. Mayer hatte Marco Caligiuri den Ball abgeluchst, mit einem Wackler Julian Baumgartlinger stehen lassen und auf Stefan Scheel gespielt. Der durfte von rechts unbedrängt flanken, erreichte auch Jonas Erbach, doch der Guldentaler Spielertrainer (und Ex-05er) verfehlte das Tor (24.).

Bei den Mainzern nutzte Wackelkandidat Anthony Ujah seine Chance. Der teuerste Neueinkauf der Vorsaison, der in der Bundesliga kaum zum Einsatz gekommen war, eröffnete schon in der zweiten Minute den Torreigen und ließ bis zu seiner Auswechslung zur Pause noch drei weitere Treffer folgen (11., 30., 43.). Das waren vier Argumente für einen Verbleib in Mainz als Alternative im Sturm. Allerdings verfehlte Ujah einmal auch den leeren Kasten. Ádám Szalai (8., 16.), Ivanschitz (28., 42.) und Jan Kirchhoff (32.), der sich stark in der Spieleröffnung präsentierte, waren die weiteren Torschützen vor der Pause.

Nach dem Wechsel standen sich zwei völlig andere Mannschaften gegenüber. So durften sich bei den 05ern unter anderem auch die Nachwuchsspieler Benedict Saller, Manuel Schneider und Shawn Parker zeigen. Doch daran lag es nicht, dass die Gastgeber nur noch vier weitere Treffer kassierten. Die zweite Nahe-Auswahl präsentierte sich deutlich stärker als die Formation der ersten Hälfte. Das lag vor allem an Alan Zimmermann, Claudio Rodrigues und Sebastian Grünewald, dem Trio vom FSV Bretzenheim, die das Spiel ordneten und deutlich weniger Möglichkeiten der Mainzer zuließen. Daß Saller (57.), Petar Slišković (59., 90.) und Fathi (67.) trotzdem trafen, konnten sie auch nicht verhindern. Fast hätte es sogar zum Ehrentor für die Nahe-Auswahl gereicht. Doch Nico Gonschoreks Schuß nach Vorarbeit von Irdis Hourle landete am Pfosten (61.).
Carsten Zillmann und Gert Adolphi

TSV/Nahe-Auswahl (1. Hälfte): Bochinsky – Stoll, Stumm, Mayer, Richter – Scheel, E. Coutandin, Schindel, Hulsey – Wawrock – Erbach.
TSV/Nahe-Auswahl (2. Hälfte): Hirth – Petry, A. Coutandin, Rodrigues, Grünewald – Hourle, Mayer (67. S. Coutandin), Zimmermann, A. Hase (68. W. Hase) – Frantzmann, Gonschorek (75. Hörpel).
FSV Mainz 05 (1. Hälfte): Wetklo – Pospěch, Bungert, Kirchhoff, Zabavník – Caligiuri, Baumgartlinger, N. Müller – Ivanschitz, Ujah, Szalai.
FSV Mainz 05 (2. Hälfte): Karius – Bell, Svensson, Noveski, Schneider – Fathi, Saller, Malli, Parker – Allagui, Slišković.